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GESCHICHTE DER LAVAUX UND EPESSES

 

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Nach dem Rückzug der Gletscher aus dem Mittelland blieb eine riesige Moräne längs des Lac Léman zwischen Lutry und Vevey als regelrechter Kieshaufen übrig. Danach überdeckten Wälder die Region. Die "pesses" bedeuten eigentlich im waadtländer Dialekt Tannenbäume, welche übrigens auch im Gemeindewappen zu finden sind. Ist dies die korrekte Deutung ? Der Name "Epesses" erscheint erstmals in einem Dokument von 1166. Aber vieles lässt darauf hindeuten, dass dieser Hügelzug schon im 6. Jahrhundert bewohnt worden ist.
1141 schenkte der Bourguignon Guy de Malagny den Mönchen von Hautcrêt Ländereien bei Marsens, Montherond, und weiter südlich bei Epesses und Dézaley. Diese Mönche wurden beauftragt, diese weiten, wilden Flächen zu roden und Weinstöcke anzupflanzen. Nach 20 Jahren harter Arbeit sah die Gegend schon so aus wie wir sie heute kennen.
Unsere Vorgänger halfen den Mönchen und lernten sehr schnell, Weinberge zu pflegen und zu winzern. Die Würdenträger, Besitzer der Weingüter, wie der Bischof von Lausanne, der Prior von Lutry, der Abt von Hautcrêt oder St-Bernard, die Grafen von Savoyen, welche sich um den Besitz unserer Weingüter stritten, versäumten es nicht, die Pflege dieser Güter Einheimischen gegen ein Entgelt in der Form von Zinsen oder Zehnten zu überlassen. Später vermieteten sie ihnen gewisse dieser Landstücke nach dem Prinzip der Ertragsaufteilung in gleiche Anteile. Auch gewährten sie ihnen Freiheiten in Sachen Bearbeitung der Weingüter. Gewisse Bürger, welche durch ihre Arbeit reich wurden, kauften einige Weingüter, organisierten sich und bildeten Zünfte, um gemeinschaftliche Güter zu verwalten. Diese Zünfte, die eigentlichen Embrione der späteren Räte, zeugten erstmalig vom Bestreben dieser Weinbauern, ihr eigenes Schicksal an die Hand zu nehmen.

1536 erzwangen die Berner die Einhaltung von strengen Lebensregeln. Auch wurde die Schule obligatorisch, was zu einer Befreiung von der durch die Unwissenheit entstanden Sklaverei führte. Dadurch genoss man auch den Vorgeschmack der Freiheit. Der neue Geist, welcher am Ende der berner Besetzung aufgekommen war, machte sich nach der Befreiung des Kantons am 24. Januer 1798 breit. Diese Unabhängigkeit hatte noch ausgeprägtere Wirkungen, als der Kanton Waadt am 14. April 1803 seine Souverenität erlangte.
1826 wurde Epesses eine autonome Gemeinde. 1854 erfolgte der Bau der Strasse zwischen Epesses und Riex, und 1896 wurde diese bis nach Chexbres verlängert. Zu dieser Zeit, genau im Jahre 1869, konnte der Kelter der Cave Dubois Fils in Betrieb genommen werden. Heute zählt Epesses davon 32, welche während der Weinlese voll zum Einsatz kommen.
Fahren Sie doch vorbei und klingeln Sie beim "Vieux Pressoir" oder beim "Caveau des Vignerons" der Dubois Fils an. Kosten Sie die angebotenen Produkte, geniessen Sie die Weine und die oft dadurch entstehenden Freundschaften.

MERKMALE DER EPESSES WEINGÜTER

Die Lage
Das Weingut erstreckt sich terrassenförmig vom Seeufer (380 m) bis zu einer Höhe von 600 Metern über Meer. Das Gefälle von bis zu 50% begünstigt das Abfliessen des Oberflächenwassers und die Entwässerung des Erdreichs, was gleichzeitig zu einer sehr starken Erosion beiträgt. Die Beschaffenheit des Weinguts schliesst jeden Einsatz von mechanisierten Arbeitsmitteln aus.

Der Boden
Der Boden ist im allgemeinen ton- und kalkhaltig. Die Makroporosität des Bodens und des Muttergesteins erlaubt es den Wurzeln, Tiefen von 3 bis 5 Metern zu erreichen.

Die Rebsorte
Der Chasselas reagiert sehr empfindlich auf die Bodenbeschaffenheit und kann dadurch in den sanften Hängen des Lavaux seinen sehr typischen Charakter offenbaren. Einige Parzellen eignen sich vorzüglich für den Anbau von Chardonnay und Pinot noir.

Das Klima
Dem Weingut kommen ""die drei Sonnen"" zugut : Die Reflektion vom See, der thermische Effekt der Mauern und die lokalen Luftströme. Letztere schützen natürlich die Ernte vor herbstlicher Feuchtigkeit. Geschützt durch ein sehr spezielles Mikroklima erreicht die Traube eine hohe Reife.

Die Weinlese
Die Weinlese findet im allgemeinen zwischen Ende September und Ende Oktober statt. Sie wird durch verschiedene Parameter bestimmt : Das Klima über das ganze Jahr, die ertragsbeeinflussenden Faktoren, der erwünschte Reifegrad (Verhältnis Zucker-/Säurehaltigkeit), aber vorallem die physiologische Reife, welche durch Kosten der Trauben und Begutachtung des Reifegrads der Kerne bestimmt wird .."

GESCHICHTE DER VOUVRY WEINBERGE

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Ein geschichtlicher Rückblick zeigt, dass Vouvry auf eine weit in die Vergangenheit reichende Weinbautradition zurückblicken kann. Wann der Weinbau in der Gemeinde eingeführt worden ist, kann allerdings nicht genau bestimmt werden. Alte Dokumente lassen jedoch erahnen, dass Weinbauern schon um das Jahr 456 nach Christi oder sogar noch früher in Vouvry am Werk waren.
Weinstöcke wurden zuerst auf speziell gut gelegene Landstücke gepflanzt. Dadurch konnten sie optimal von der Sonnenstrahlung profitieren. Dies ist bei den meisten Weingütern im Raum des Lac Lémans der Fall. In Vouvry fanden die ersten Rodungen hauptsächlich rund um die Kirche statt, genauer gesagt an Orten, welche nun heute unter der Apellation der "Côte" und "Sâle" bekannt sind. Die Entwicklung der Weingüter folgte derjenigen der Ortschaft. Weinreben waren vorerst eine Familienangelegenheit, sicherten den Weinkonsum der Einheimischen und der Kirche als Messwein. Später, gegen Ende des 16. und anfangs des 17. Jahrhunderts entwickelte sich der Weinbau weiter.

 

PROFIL DES VIGNOBLES DE VOUVRY

Allgemeines
Unser heutiges Weingut erstreckt sich über etwa 13 Hektaren. Früher durch Privatpersonen gepflegt, welche nur für den eigenen Konsum einkellerten und die restlichen Mengen an wallisser Grosskeller verkauften, wurden das Winzern in Vouvry zu den anderen landwirtschaftlichen Zweigen hinzugezählt und hatte eine zweit- wenn nicht drittrangige Priorität. Heute wird ein Teil der Weinberge durch professionnelle und seriöse Winzer gepflegt, welche ihre eigenen Keller besitzen. Die Weine von Vouvry, gute Crus, sind wohl noch ausserhalb der Gemeinde nicht sehr bekannt, da sie bis vor kurzem meistens an Ort getrunken worden sind.

Bepflanzung
Die Rotweine stellen etwa 80% des Bestands dar und teilen sich wie folgt auf : 25% als Pinot noir und 75 % als Gamay. Bei den Weissweinen (20%) stellen der Riesling-Silvaner und der Chasselas ein Viertel der Rebstöcke dar. Der Rest : Pinot gris, weisser Pinot, Auxerrois und Chardonnay werden äusserst sorgfältig zu Wein verarbeitet und sind bei Kunden sehr geschätzt.
Einige Versuche mit Charmont, Doral, Gamaret und Garanoir sind vielversprechend. Alle frühreifen Rebsorten der ersten Lese eignen sich vorzüglich in Vouvry. Die besten Parzellen auf Terrassen können sogar mit Rebsorten, welche etwa zwei Wochen später reif werden, bepflanzt werden.

Klima
Die Weinberge in Vouvry sind dem Klima des Lac Lémans ausgesetzt und geniessen dank ihrer Ausrichtung gegen Osten strahlende Sonne. Dies trägt zur Entwicklung des Buketts und des Extrakts (Geschmack) der Weine bei. Diese zeichnen sich speziell durch ihre Ausgewogenheit und sehr gute Lagerfähigkeit aus.

Geologie-Pedologie
n konfortabler Lage am Fuss eines Bergs liegend, welcher sich hauptsächlich aus Dolomitgestein zusammensetzt, zeichnet sich unser Weingut durch einen hohen Anteil an aktivem Kalkgehalt zwischen 18 und 35 %, mit örtlichen Spitzen von bis zu 50% (Amarel) aus. Das kiesige Gelände, in welchem die Rebstöcke wurzeln, ist ton- und kalkhaltig. Um von diesem zu profitieren, werden eher Unterlagen ausgewählt, welche dem Kalk widerstehen und tiefe Wurzeln treiben. 

© 1998-2002 Dubois Fils